Grauer Star - Und Jetzt?

Grauer Star - Cataracta senilis - Altersstar

 

Die Katarakt-Operation zählt hierzulande zu den meist durchgeführten OP ́s überhaupt. Pro Jahr werden in Deutschland zirka 600.000 Operationen wegen eines Grauen Stars vorgenommen. Während der Operation wird die eigene Linse des Auges entfernt und durch eine Kunstlinse (Intraokularlinse) ersetzt.

 

Diese Kunstlinse wurde vor der OP bei einer umfangreichen Voruntersuchung berechnet und vom Operateur ausgewählt. Nach der Operation überwacht der Augenarzt den Heilungsverlauf und macht erste kleinere Sehtests mit seinem Patienten.

 

Die erste Stabilität ist schnell erreicht. Als Schutz vor Infektionen oder Verletzungen am Auge dient eine vom Optiker angepasste Übergangsbrille und nach 4 bis 6 Wochen, wenn der Augenarzt grünes Licht gibt, sollte eine ausführliche Sehschärfen Vermessung durchgeführt werden.

 

Jetzt muss bedacht werden, dass das Auge die „Zoom-Fähigkeit“, also die Akkommodation verloren hat. Es kann sich nicht mehr von allein auf verschiedene Entfernungen einstellen. Das hatte früher die eigene Augenlinse übernommen, die aber aufgrund des Grauen Stars entfernt wurde.

 

Standard-Intraokularlinsen haben lediglich eine Schärfeneinstellung, oftmals die Ferne, die sehr scharf ist, der Rest erscheint verschwommen. Dies ist für die meisten Menschen nicht dramatisch. Oftmals kennen sie sich schon bestens mit Gleichtsichtbrillen aus und kommen auch weiterhin mit diesen einwandfrei zurecht.

 

Manchmal reicht auch eine vom Optiker gut angepasste Lesebrille aus, aber bedenken sollte man, dass damit zum Beispiel der Bereich des Computers unscharf erscheinen kann. Lesen findet üblicherweise in einer Entfernung von 35-40 cm statt, der Computerbildschirm hingegen steht oftmals weiter weg, meistens in 60-80 cm auf dem Tisch. Für diesen Bereich empfiehlt sich eine speziell angepasste Computer oder Bildschirmarbeitsplatzbrille.

 

Wurde der Patient künstlich auf die Nähe eingestellt, so reicht in vielen Fällen eine Fernbrille. Aber auch hier erscheint der Zwischenbereich unscharf. Arbeiten am PC wird fast unmöglich.

 

Generell hat man nach einer Kataraktoperation ein deutlich schärferes, helleres Sehen als vorher mit dem Grauen Star. Der optische Fehler ist in der Regel sehr klein und lässt sich sehr gut durch eine vom Spezialisten gut angepasste Brille beheben.

 

Selbstverständlich können Kontaktlinsen, als Zusatz zur Brille, weiterhin getragen werden. Diese lassen sich problemlos anpassen.

 

Ganz wichtig! Wo bleibt nun der dringend notwendige UV-Schutz für die Augen?

 

Hat vorher die natürliche Augenlinse als UV-Filter gewirkt, lässt die Kunstlinse das komplette UV-Licht durch und es kann zu Schäden auf der Netzhaut kommen. Hier sprechen die Fachleute von der AMD, der „Altersbedingten Makula Degeneration“. Vorsorgen können Sie mit CE zertifizierten Sonnenbrillen und für Ihre neuen Brillengläser empfiehlt sich dringend ein Blaufilter, der sogenannte Blueblocker. Er läßt den schädlichen blau-violetten Teil des Lichtes nicht durch, während der blau-türkise Anteil weiterhin genutzt wird. Warum ist das so wichtig? Nun, lediglich dieser blau-türkise Anteil des Lichtspektrums spielt eine wichtige Rolle für die Pupillenkontraktion und die Synchronisierung der biologischen Uhr. 

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